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Leichte Kognitive Beeinträchtigung

Leichte Kognitive Beeinträchtigung

Der 72-jährige Mark Spencer aus Detroit, befindet sich in der Situation, in letzter Zeit immer öfter wichtige Dinge und Ereignisse zu vergessen. Außerdem fällt es im schwer, Entscheidungen zu treffen sowie die Ausführung von Aufgaben und Hausarbeiten zu planen. Manchmal hat er auch Probleme, einer Konversation zu folgen oder ein sich stellendes Problem in Ruhe und in vernünftiger Weise anzugehen. Sein guter Freund Jim und dessen Frau, Mira, haben die Veränderungen gemerkt. Mark empfindet zwar ein größeres Unwohlsein als vorher, kann aber immer noch ein normales und selbstständiges Leben führen. Dennoch sorgt es sich zunehmend um seine geistige Gesundheit und ist deprimiert.

Es sieht so aus, als würde Mark die Symptome der Leichten Kognitiven Beeinträchtigung (LKB) zeigen, einer Krankheit kognitiver Abnahme, deren Folgen zwar ausgeprägter sind als jene des altersbedingten kognitiven Abbaus, Patienten aber nicht an der Führung eines selbstständigen und unabhängigen Lebens hindern. Die LKB kann sich stabilisieren und über Jahre hinweg konstant bleiben. Es wurde aber auch festgestellt, dass ungefähr 10 0er LKB-Patienten die Alzheimer-Krankheit entwickeln können. In anderen Fällen wiederum hat sich die LKB im Laufe der Zeit auch verbessert. Obwohl die Gründe, die zu dieser Krankheit führen, noch nicht eindeutig geklärt werden konnten, hat man bei Post-Mortem-Scans von Gehirnen einiger LKB-Patienten biologische Veränderungen festgestellt, die denen der Alzheimer-Krankheit sehr ähnlich waren, wie z. B. die Bildung von Plaques und Tangles, Lewy-Körper sowie Hippokampus-Schwund. Weitere Studien haben gezeigt, dass ein Zusammenhang zwischen LKB und leichten Schlaganfällen sowie verringerter Blut- und Glukoseversorgung besteht. Außerdem hat man Leiden wie ein zu hoher Cholesterinspiegel, Diabetes, Bluthochdruck, Bewegungsmangel sowie fehlender sozialer Umgang ebenfalls mit LKB in Verbindung gebracht. Der Hauptgrund der LKB ist das zunehmende Alter. Ein zweiter gut recherchierter Risikofaktor ist das Vorhandensein des Gens APOE-e4. Von der Arzneimittelzulassungsbehörde in den USA wurden keine Medikamente zur Behandlung von LKB freigegeben. Ärzte und Spezialisten verschreiben aber manchmal Medikamente, die für bei Alzheimer-Krankheit zum Einsatz kommen.

Glücklicherweise hat die Präventions- und Stabilisierungsforschung für die LKB einschneidende Ergebnisse gebracht. Ein einflussreicher Artikel, der vor Kurzem in der Zeitschrift Nature publiziert wurde, führt Beweismaterial vor, das zeigt, das körperliche Bewegung, Gehirntraining, sozialer Umgang sowie eine gesunde Diät das Risiko kognitiven Abbaus, LKB oder Demenz senken können. Dabei wurden vom Verfasser des Artikels insbesondere die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie über Gehirntraining bewertet:

"Gehirntraining: Kanadische Forscher haben die funktionelle MRT verwendet, um die Gehirnaktivität von 15 Patienten mit LKB-Patienten zu analysieren. Nach einem einwöchigen speziell für die Patienten zusammengestellten Programm, das darauf abzielte, ihr Erinnerungsvermögen zu steigern, konnte eine Aktivierung in anderen Teilen des Gehirns bei der Durchführung von Gedächtnistests erzielt werden, was nun vermuten lässt, dass intakte Gehirnbereiche die Funktionen beschädigter Bereiche übernehmen können. Die Teilnehmer haben daneben auch bessere Testergebnisse erzielt. Viele Studien über die kognitive Stimulation und Demenz greifen auf Computerspiele zurück, die entwickelt wurden, um mentale Fähigkeiten zu fördern. Gehirntrainingsmaßnahmen dieser Art wirken sich positiv auf Menschen mit Alzheimer oder andere ähnlicher Leiden aus."[1]

Damit das Gehirn seine Fähigkeiten bewahrt und die Auswirkungen des Alters so wenig Spuren wie möglich hinterlässt, ist es wichtig, den Geist gesund und fit zu halten. Da Menschen mit LKB ein höheres Risiko aufweisen, Demenz oder Alzheimer zu entwickeln, ist es wichtig, Vorkehrungsmaßnahmen zu treffen, die den Geist fit halten.

[1] Deweerdt, S. Aktiv sein ist die beste Medizin. Hilft Training, sozialer Umgang und die Mediterrane Küche wirklich, um den mit der Alzheimer-Krankheit einhergehenden kognitiven Abbau zu bremsen? | 14. Juli 2011 | Band 474| Nature | S17

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