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Was ist die Aufmerksamkeit?

Die Aufmerksamkeit ist die Fähigkeit, einen relevanten Reiz auswählen und sich auf ihn zu konzentrieren. Dabei geht es um den kognitiven Prozess, der es möglich macht, uns selbst bezüglich eines Reizes zu positionieren und konsequent auf ihn zu antworten. Diese kognitive Fähigkeit ist sehr wichtig und wird im täglichen Leben ständig gebraucht. Glücklicherweise kann die Aufmerksamkeit mit dem richtigen kognitiven Training gestärkt und verbessert werden.

Arten der Aufmerksamkeit

Die Aufmerksamkeit ist ein komplexer Prozess, den wir für fast alle unsere täglichen Tätigkeiten benötigen. Wissenschaftler und Forscher konnten zeigen, dass es sich nicht um einen einzelnen Prozess handelt, sondern um eine Gruppe von Teilprozessen. Das anerkannteste Modell für die Teilprozesse der Aufmerksamkeit stammt von Sohlberg und Mateer (1987, 1989) und basiert auf klinischen Proben experimenteller Neuropsychologie. Nach diesem Modell wird die Aufmerksamkeit in folgende Teilprozesse untergliedert:

  • Arousal: Hier geht es um den Grad der Aktivierung und Wachsamkeit, ob man müde oder energiegeladen ist.
  • Fokussierte Aufmerksamkeit: Diese bezieht sich auf die Fähigkeit, sich auf einen Reiz zu konzentrieren.
  • Daueraufmerksamkeit: Die Fähigkeit, sich auf einen Reiz oder eine Tätigkeit über einen langen Zeitraum zu konzentrieren.
  • Selektive Aufmerksamkeit: Die Fähigkeit, sich auf einen spezifischen Reiz oder eine spezifische Aktivität zu konzentrieren während ablenkende Stimuli vorhanden sind.
  • Alternierende Aufmerksamkeit: Die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf zwei oder mehrere Reize abwechselnd zu lenken.
  • Geteilte Aufmerksamkeit: Die Fähigkeit, unterschiedliche Reize gleichzeitig wahrzunehmen.

Aufmerksamkeitssysteme und Neuroanatomie

Entsprechend des neuroanatomischen Modells von Posner und Petersen (1990) werden drei verschiedene Aufmerksamkeitssysteme unterschieden:

  • Aufsteigendes retikuläres Aktivierungssystem (ARAS) oder Warnsystem: Dieses System ist vorwiegend für Arousal und Daueraufmerksamkeit verantwortlich. Es steht in enger Beziehung zur Formatio reticularis und bestimmten Verbindungen dieses Netzwerkes, beispielsweise den frontalen Bereichen, dem limbischen System, dem Thalamus und den Basalganglien.
  • Posteriores Aufmerksamkeitssystem (PAS) oder Orientierungssystem: Dieses System ist für die fokussierte und selektive Aufmerksamkeit visueller Reize zuständig. Die damit assoziierten Gehirnbereiche sind die hintere Parietalrinde, das seitliche Pulvinar des Thalamus und die Colliculi superiores.
  • Anteriores Aufmerksamkeitssystem (AAS) oder Ausführungssystem: Dieses System ist zuständig für die selektive Aufmerksamkeit, die Daueraufmerksamkeit und die geteilte Aufmerksamkeit. Es steht in enger Verbindung mit dem dorsolateralen präfrontalen Kortex, dem orbitofrontalen Kortex, dem anterioren cingulären Kortex, dem supplemetär-motorischen Areal und dem Neostriatum.

Beispiele für Aufmerksamkeit

  • Beim Autofahren werden alle Teilprozesse der Aufmerksamkeit kontinuierlich benötigt. Man muss wachsam sein (Arousal), die Aufmerksamkeit auf einen Reiz auf der Straße konzentrieren können (fokussierte Aufmerksamkeit), über einen langen Zeitraum aufmerksam sein (Daueraufmerksamkeit), Ablenkungen durch irrelevante Reize verhindern (selektive Aufmerksamkeit), die Aufmerksamkeit von einer Fahrbahn auf die andere, zum Spiegel und zurück zur Fahrban lenken können (alternierende Aufmerksamkeit) und fähig sein, gleichzeitig alle Tätigkeiten, die für das Fahren nötig sind, auszuüben: die Pedale betätigen, das Lenkrad steuern, den Gang verändern (geteilte Aufmerksamkeit).
  • Die Aufmerksamkeit ist auch beim Lernen zu Hause oder in der Schule von größter Wichtigkeit. Wenn du lernst, musst du wachsam und beim Lesen oder Zuhören aufmerksam sein. Beim Lernen ist insbesondere die Daueraufmerksamkeit sehr wichtig, denn wenn du immer wieder dieselbe Information liest, um zu lernen, kann dies nach einer Weile langweilig und eintönig werden. Die Daueraufmerksamkeit hilft dir, dich mehrere Stunden lang zu konzentrieren. So verlierst du keine Zeit und vergisst die Information, die du gelesen hast, nicht mehr.
  • Die Aufmerksamkeit ist für fast jede Tätigkeit von größter Bedeutung, unabhängig davon, ob es sich um einen Bürojob handelt, bei dem du lesen oder schreiben musst, oder ob du Fluglotse, Sportler, Kassierer, Fahrer, Arzt oder Geschäftsführer bist. In jedem Beruf sind alle Formen der Aufmerksamkeit notwendig.
  • Wir verwenden die Aufmerksamkeit im Alltagsleben bei zahlreichen Aufgaben. Sobald du aufstehst, bis du wieder ins Bett gehst, benötigst du verschiedene Arten der Aufmerksamkeit. Eine schwach entwickelte Aufmerksamkeit kann dazu führen, dass du vergisst, was du tust, den Löffel in den Müll wirfst und den leeren Karton in den Kühlschrank stellst. Um dies zu verhindern, um zu lesen, fernzusehen, zu kochen, zu duschen oder dich mit Freunden zu treffen, benötigst du Aufmerksamkeit.

ADHS, Unaufmerksamkeit und andere Störungen, die mit Aufmerksamkeitsproblemen assoziiert werden

Die Aufmerksamkeit ist für das korrekte Funktionieren anderer kognitiver Fähigkeiten notwendig, deshalb kann die Beeinträchtigung eines Teilprozesses die Ausführung alltäglicher Aktivitäten schwierig machen. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass der Aufmerksamkeitslevel im Laufe des Tages variieren kann. Wenn du beispielsweise am Nachmittag Aufmerksamkeitsprobleme hast, bedeutet das nicht, dass eine Beeinträchtigung dieser Fähigkeit vorhanden ist. Verschiedene Faktoren, die die Aufmerksamkeit beeinflussen sind unter anderem Müdigkeit, Erschöpfung, hohe Temperaturen, Drogenkonsum oder Konsum anderer Substanzen. Übermäßige Aufmerksamkeit (typisch bei deliranten Zuständen) wird auch als Hyperprosexie bezeichnet. Das Gegenteil davon nennt sich Hypoprosexie oder Unaufmerksamkeit.

Die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) und die Aufmerksamkeits-Defizi-Störung (ADS) sind wohl die bekanntesten, bei denen die Aufmerksamkeit signifikant beeinträchtigt wird. Bei ADHS fällt es schwierig, die Aufmerksamkeit zu kontrollieren und auf einen Reiz zu lenken und das Verhalten im Allgemeinen zu kontrollieren. Es konnte gezeigt werden, dass das Gehirn einer Person mit ADHS verschiedene anatomische Unterschiede im Nucleus accumbens, Corpus striatum, Putamen, Amygdala, Hippocampus, den präfrontalen Bereichen und dem Thalamus aufweist. Diese neuroanatomischen Unterschiede und Symptome können die Folge einer späten Gehirnentwicklung sein.

Abgesehen von ADHS und ADS gibt es auch andere Störungen, die durch eine veränderte Aufmerksamkeit gekennzeichnet sind. Bei beeinträchtigten Bewusstseinszuständen, wie Koma (oder Aprosexie), vegetativen Zuständen und minimalen Bewusstseinszuständen, ist ebenfalls eine Veränderung des Arousal oder der fokussierten Aufmerksamkeit und komplexer Teilprozesse vorhanden. Diese Störungen können durch eine Gehirnverletzung wie einen Gehirnschlag oder eine chronisch traumatische Enzephalopathie (CTE) entstehen. Gehirnverletzungen können ebenfalls andere Aufmerksamkeitsprobleme wie leichte Ablenkbarkeit oder übermäßige Müdigkeit verursachen. Auch spezifischere Probleme wie Neglect, Demenz, beispielsweise Alzheimer-Krankheit, können die Folge sein. Andererseits neigen Patienten mit Angststörungen oder depressiven Störungen zu einer übermäßig entwickelten Aufmerksamkeit, insbesondere bei negativen, angstfördernden Reizen.

Wie kann man die Aufmerksamkeit messen und bewerten?

Die Bewertung und die tiefere Kenntnis der Aufmerksamkeit kann für verschiedene Bereiche sehr hilfreich sein. Bildungsbereich: Um zu wissen, ob ein Schüler Lernprobleme hat oder zusätzliche Pausen benötigt. Gesundheitswesen: Um zu wissen, ob ein Patient fähig ist, tägliche Aufgaben sicher und unabhängig durchzuführen. Berufsleben: Um zu wissen, ob ein Angestellter fähig ist, gewisse Funktionen richtig auszuüben, oder ob er sich während der ganzen Arbeitszeit ausreichend konzentrieren kann.

Durch eine komplette neuropsychologische Bewertung kann man verschiedene kognitive Fähigkeiten, wie die fokussierte Aufmerksamkeit, einfach und effektiv bewerten. Die Bewertung der fokussierten Aufmerksamkeit von CogniFit basiert auf dem Continuous Performance Test (CPT), dem klassischen Stroop Test, dem Test of Variables of Attention (TOVA) und dem Hooper Visual Organization Task (VOT). Damit können auch andere Funktionen untersucht werden, so zum Beispiel abweichende Verhaltensmuster, Reaktionszeit, visuelle Wahrnehmung, Verlagerung, Inhibition, Aktualisierung, räumliches Vorstellungsvermögen, Verarbeitungsgeschwindigkeit, visuelles Scanning und die Augen-Hand-Koordination.

  • Simultanitätstest DIAT-SHIF: Der Nutzer folgt einem weißen Ball, der sich willkürlich auf dem Bildschirm bewegt und achtet gleichzeitig auf Worte, die in der Mitte des Bildschirms zu sehen sind. Wenn das jeweilige Wort mit der Farbe, in der es geschrieben ist, übereinstimmt, muss der Nutzer antworten (er muss zwei Reizen gleichzeitig Aufmerksamkeit spenden). In dieser Aktivität wird der Nutzer strategische Veränderungen sehen und unterschiedlich reagieren müssen, er muss dabei gleichzeitig seine visuellen Fähigkeiten und die Aktualisierung verwenden.
  • Geschwindigkeitstest REST-HECOOR: Ein blaues Viereck ist auf dem Bildschirm zu sehen. Der Nutzer muss so schnell und so oft wie möglich in die Mitte dieses Vierecks klicken. Je öfter er klickt, umso höher der Punktestand.
  • Resolutionstest REST-SPER: Verschiedene Reize bewegen sich über den Bildschirm. Der Nutzer muss so schnell wie möglich auf den Zielreiz klicken, ohne dabei einen irrelevanten Reiz zu erwischen.
  • Unaufmerksamkeitstest FOCU-SHIF: In jeder Ecke des Bildschirms ist ein Licht zu sehen. Wenn dieses gelb ist, muss der Nutzer das Licht so schnell wie möglich anklicken, wenn es rot ist, muss er dies vermeiden.

Wie kann man die Aufmerksamkeit wiederherstellen oder verbessern?

Jede kognitive Fähigkeit, auch die Aufmerksamkeit, kann trainiert und verbessert werden. CogniFit macht dies mit einem professionellen Werkzeug möglich.

Die Gehirnplastizität ist die Grundlage für die Rehabilitation der Aufmerksamkeit und anderer kognitiver Fähigkeiten. CogniFit hat eine klinische Übungsbatterie entwickelt, um die Rehabilitation der Aufmerksamkeit und anderer kognitiver Bereiche zu ermöglichen. Die neuronalen Verbindungen im Gehirn können gestärkt werden, indem sie herausgefordert und trainiert werden. Wenn man diese Fähigkeiten häufig trainiert, werden die mit der Aufmerksamkeit verbundenen Gehirnstrukturen stärker.

CogniFit wurde von einem Expertenteam entwickelt, das sich auf die Bereiche der Neurogenese und der synaptischen Plastizität spezialisiert hat. So konnte das personalisierte kognitive Stimulationsprogramm entstehen, das sich automatisch an die Bedürfnisse jedes Nutzers anpasst. Dieses Programm beginnt mit einer Bewertung der fokussierten Aufmerksamkeit und anderer grundlegender kognitiver Funktionen. Anhand der Resultate wird für jeden Nutzer ein personalisiertes Gehirntrainingsprogramm zusammengestellt. Das Programm sammelt bei der anfänglichen kognitiven Bewertung automatisch Daten, die dann anhand komplexer Algorithmen ausgewertet werden, um ein Programm zu erstellen, mit dem die kognitiven Schwächen des Nutzers verbessert und die Stärken trainiert werden können.

Der Schlüssel für die Verbesserung der Daueraufmerksamkeit ist das korrekte und regelmäßige Training. CogniFit hat dafür ein professionelles Bewertungs- und Trainingsinstrument entwickelt, das sowohl Einzelnutzern als auch Experten helfen kann, diese kognitive Funktion zu optimieren. Du benötigst dafür nur 15 Minuten an zwei bis drei Tagen in der Woche.

Das Bewertungs- und Stimulationsprogramm von CogniFit steht online zur Verfügung und kann auf den meisten Computern und Mobilgeräten verwendet werden. Das Programm besteht aus unterhaltsamen interaktiven Gehirnspielen. Am Ende jeder Sitzung erhältst du automatisch eine detaillierte Grafik, auf der du deine kognitiven Fortschritte sehen kannst.

Referenzen: Peretz C, Korczyn AD, Shatil E, Aharonson V, Birnboim S, Giladi N. - Computer-Based, Personalized Cognitive Training versus Classical Computer Games: A Randomized Double-Blind Prospective Trial of Cognitive Stimulation - Neuroepidemiology 2011; 36:91-9. Haimov I, Shatil E (2013) Cognitive Training Improves Sleep Quality and Cognitive Function among Older Adults with Insomnia. PLoS ONE 8(4): e61390. doi:10.1371/journal.pone.0061390 Preiss M, Shatil E, Cermakova R, Cimermannova D, Flesher I (2013) Personalized cognitive training in unipolar and bipolar disorder: a study of cognitive functioning. Frontiers in Human Neuroscience doi: 10.3389/fnhum.2013.00108. Korczyn AD, Peretz C, Aharonson V, et al. - Computer based cognitive training with CogniFit improved cognitive performance above the effect of classic computer games: prospective, randomized, double blind intervention study in the elderly. Alzheimer's & Dementia: The Journal of the Alzheimer's Association 2007; 3(3):S171. Haimov I, Hanuka E, Horowitz Y. - Chronic insomnia and cognitive functioning among older adults - Behavioural sleep medicine 2008; 6:32-54. Thompson HJ, Demiris G, Rue T, Shatil E, Wilamowska K, Zaslavsky O, Reeder B. - Telemedicine Journal and E-health Date and Volume: 2011 Dec;17(10):794-800. Epub 2011 Oct 19.

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