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Ein gutes Gedächtnis ist lebenswichtig

Ein gutes Gedächtnis ist lebenswichtig

Das Gedächtnis ist die Fähigkeit, neue Informationen aufzunehmen, zu speichern und wiederabzurufen. Wichtige Speicherungsprozesse laufen bei der Aufzeichnung und der Bewahrung neuer Informationen ab und das Ergebnis dieser Vorgänge sind Strukturen, die als Erinnerungsspuren bezeichnet werden. Jedoch etwas zu wissen und eine Erinnerungsspur dafür angelegt zu haben, ist keine Garantie dafür, dass man dieses Wissen auch wieder zu eine gegebenen Zeit abrufen kann. Ein Beispiel: Obwohl du den Namen der Hauptstraße, in der deine Straße einmündet, kennst, ist es ohne weiteres möglich, dass du dich, wenn du jemanden den Weg zu dir nach Hause beschreibst, nicht mehr daran erinnern kannst. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass für die Informationsbearbeitung im Gedächtnis auch wichtige Such- und Abrufprozesse benötigt werden.

CogniFit bietet ein spezielles Gedächtnistraining das viel mehr ist, als nur ein Spiel. Es beinhaltet eine Vielzahl an Gedächtnisübungen die wissenschaftlich gültig und geprüft sind.

Die vorübergehende Informationsspeicherung: Kurzzeit- und Arbeitsgedächtnis

Du liest gerade ein Lehrbuch, weil du dich für eine Prüfung vorbereitest. Gleichzeitig hörst du Radio. Plötzlich wird die Übertragung von der Durchgabe der Gewinnzahlen der Lotterie, bei der auch du mitgespielt hast, unterbrochen. Die Zahl hat 9 Stellen (8-1-4-6-8-3-2-7-3) und wird von einer gleichmäßigen Stimme langsam vorgelesen. Du hast ein Problem, wenn du jetzt nichts zum Schreiben dabei hast: das sind zu viele Stellen (oder Einheiten) und die Zahl überschreitet die Leistungsfähigkeit des zeitlich begrenztem Gedächtnis. Es wird davon ausgegangen, dass die vorübergehende Speicherfähigkeit von Erwachsenen bei 5 bis 9 Stellen liegt. Die vorübergehende oder temporäre Speicherfähigkeit wird auch als Kurzzeitgedächtnis bezeichnet.

Du entscheidest dich, die Zahl in drei ganze Zahlen - d.h. 814, 283 und 273 - zu unterteilen und dich so an die gesamte Zahl zu erinnern. Diese Strategie wird als Chunking oder Bündelung bezeichnet. Nachdem man Informationen gebündelt hat, können diese einfacher und fehlerfreier wiederholt werden. Diese Art der Gedächtnisstrategie wird als Übung oder Wiederholung bezeichnet. Die Bündelung und die Übung zählen zu den meist verbreiteten Gedächtnisstrategien.

Deine Absicht ist, die Zahl für ein paar Sekunden im Kopf zu behalten, um sie dann mit den Zahlen auf deinem Lottoschein vergleichen zu können. Um das zu erreichen, musst du die Informationen wahrscheinlich vorher auf auditiver Weise verschlüsseln bzw. aufzeichnen (auditives Kurzzeitgedächtnis). Unter anderen Umständen kann es auch notwendig werden, die Informationen visuell zu verschlüsseln, wie z.B. wenn du die Form eines Gebäudes, das du gerade gesehen hast, mit einem Bild desselben Gebäudes in einem Buch, dass du in der Hand hältst, vergleichst (visuelles Kurzzeitgedächtnis).

Vorübergehend behaltene Informationen sowie Informationen, die im Kurzzeitgedächtnis gespeichert wurden, können verloren gehen. Wenn du nicht genügend Zeit gehabt hast, die Informationen zu wiederholen, ist es wahrscheinlich, dass sie verfällt. Informationen gehen auch aufgrund von auftretenden Interferenzen oder Störungen verloren. Es kann zum Beispiel vorkommen, dass du dich gleichzeitig an ähnliche Informationen wie z. B. eine Telefonnummer erinnern oder, im Beispiel mit dem Gebäude, dir die Form eines anderen Gebäudes in der gleichen Straße merken musstest.

Die vorübergehende Speicherung unterscheidet sich von der langfristigen Speicherung in drei Punkten: sie hält kurz an, ist in Bezug auf ihre Bedeutung nicht kodiert und verfällt bei Interferenzen.

Der Kernpunkt vorübergehender Speicherung liegt in der Fähigkeit, vorher erhaltene Informationen ins Bewusstsein aufzunehmen und zu verarbeiten. Wenn du zum Beispiel, nachdem du die mehrmals wiederholten Zahlen mit denen auf deinem Gewinnschein verglichen hast, merkst, dass du einen Lottoschein mit Gewinn besitzt, werden dir jetzt alle Schritte ins Bewusstsein kommen, die du unternehmen musst, um den Lottogewinn zu kassieren. Das ist jetzt das Arbeitsgedächtnis. Das Arbeitsgedächtnis ist ein wichtiger Aspekt, wenn es um die Verarbeitung von temporär gespeicherten Informationen geht. Für gewöhnlich werden vorübergehend gespeicherte Informationen mit anderen Kenntnissen, die wir für die Ausführung zukünftiger Handlungen benötigen, kombiniert. Das Arbeitsgedächtnis ermöglicht die Vorausplanung und Erstellung von stets neuen und einzigartigen Informationskombinationen. Da jeder von uns verschiedene Informationen in sein Bewusstsein aufnimmt, sind die Ergebnisse unserer Arbeitsgedächtnisprozesse von Individuum zu Individuum verschieden. Da es sich bei diesen Ergebnissen um Produkte des "Echt-Zeit-Denkens" handelt, kann man das Arbeitsgedächtnis, obwohl es auch bei der temporärer Speicherung mitwirkt, als eine Form höherer Ordnung der flüssigen Intelligenz betrachten.

Die langzeitige oder permanente Speicherung von neuer Informationen

Alles das, was wir präzise und schnell ausführen können, ist in unserem Langzeitgedächtnis oder permanenten Gedächtnis abgelegt. Unsere Kenntnisse können als episodische Erinnerung gespeichert werden, d.h. ein Erinnerungstyp, der die Abfolge von Vorkommnissen in der gleichen Reihenfolge, wie sie abgelaufen sind, bewahrt. Das episodische Gedächtnis gibt die Eindrücke und den Ablauf einer Geschichte wieder: "Das war der Tag, an dem wir Bergsteigen gingen und in einen Sturm gerieten." Eine andere Möglichkeit besteht darin, unsere Kenntnisse im semantischen Gedächtnis, d.h. im Gedächtnis des Wissens und der Bedeutung, abzulegen. Es handelt sich dabei um unser konzeptuelles "Fachwissen", das wir entwickelt haben. Während ein Schachgroßmeister z.B. keine Probleme damit haben wird, eine Abhandlung über Züge und Strategien zu schreiben, die ein Spiel mit Gewinnaussichten ausmacht, kann ein Automechaniker ohne Probleme über die am besten funktionierenden Vergaser sprechen. Die Expertise des jeweiligen semantischen Gedächtnisses hängt von einer Vielzahl zusammenhängender Konzepte ab, dem semantischen Netz. Einige dieser Konzepte haben Namen (Königin, Springer) und andere sind abstrakte Erkenntnisse und haben keine.

Wie erinnert man sich an neue Informationen? Wie werden diese im permanenten Gedächtnis angelegt? Einige Speicherprozesse laufen automatisch ab: wir analysieren die ankommende Information automatisch, indem wir unseren Seh- und Gehörsinn oder auch unsere anderen Sinne einsetzen. Dieses routinemäßige Verfahren kommt bei neuankommenden Informationen zur Anwendung, um sie wahrzunehmen und zu beachten. Diese automatischen Prozesse sind zwar hilfreich für die Wahrnehmung und Wiedererkennung sowie für das Nachvollziehen von Erlebnissen, aber nicht ausreichend, um die erfolgreiche Speicherung von neuen Informationen zu garantieren.

Im Allgemeinen reicht die alleinige Einwirkung neuer Informationen, auch Routinegedächtnis genannt, nicht aus und Studien belegen, dass man sich an neue Informationen besser erinnern kann, wenn Individuen Strategien aktiv suchen (und finden), um die Informationen in kohärente und sinnvolle Strukturen anzuordnen. Eine dieser Strategien ist die Mediation, die darauf abzielt, zwischen neuer und bereits bekannter Informationen eine Beziehung herzustellen. Wenn Peter sich zum Beispiel an das Jahr der Französischen Revolution erinnern will, setzt er sein Wissen über Zahlensequenzen ein. Peter dachte folgendermaßen: "Die 1, die für 1000 steht, muss ich mir merken. 7,8,9 merke ich mir als Reihe". Eine andere Strategie ist die Symbolik oder die Darstellung der neuen Information in visueller Form. Umfangreiche Forschungen haben gezeigt, dass die Mediation und Symbolik die nachhaltige Speicherung neuer Information erleichtern.

Neue Informationen werden im Gedächtnis aufgezeichnet und gehalten, indem sie, je nachdem, wie sie aufgenommen wurden, Spuren hinterlassen. Diese Spuren können auditiver, visueller oder olfaktorischer (den Geruchssinn betreffend) oder sonstiger Natur sein. Aber wie wird jetzt die Information vom langzeitlichen oder permanenten Gedächtnis gespeichert? Wie wird zum Beispiel die Einkaufliste vom Gedächtnis abgerufen? Es scheint so, als würden wir die Liste nicht in unserem Gedächtnis finden und von ihr geistig ablesen können, sondern wir auf Rekonstruktionsprozesse, die sich auf die Verfügbarkeit von Schlüsselinformationen (z.B. die Zutaten für einen Schokoladekuchen und Fleisch oder Fisch fürs Abendessen) stützen, zurückgreifen. Andere Prozesse wiederum arbeiten mit der Wiedererkennung (z.B. die Übereinstimmung der Form eines Zeichens mit seinem Namen) oder der Erinnerung (das Wählen der Telefonnummer deines Freundes, an die du dich dank Bündelung und Wiederholung zurückerinnern kannst.

Deshalb ist es wichtig, auf dein Gedächtnis zu achten und es zu trainieren. Warte nicht, dass dein Gedächtnis nachlässt, sondern beginne schon jetzt mit deiner kognitiven Bewertung und den Gedächtnisübungen um dein Gehirn fit zu halten!

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