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  • Erhalte Zugang zu einer kompletten kognitiven Testbatterie zur Bewertung der visuellen Wahrnehmung

  • Identifiziere und bewerte mögliche Abweichungen oder Defizite

  • Geprüfte Instrumente zur Verbesserung oder Rehabilitation der visuellen Wahrnehmung und anderer kognitiver Fähigkeiten

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Was ist die visuelle Wahrnehmung?

Diesen Text zu lesen scheint einfach. Wir gucken die Buchstaben an und sind in der Lage den Sinn der Worte zu erkennen. Es fällt uns zwar ziemlich leicht, handelt sich aber in Wirklichkeit um einen extrem komplexen Prozess. Für diesen sind verschiedene Gehirnstrukturen notwendig, die auf die visuelle Wahrnehmung und unterschiedliche Teilelemente der Sehfähigkeit spezialisiert sind.

Die Wahrnehmung ist die Fähigkeit, Information aus der Umwelt über die verschiedenen Sinne aufzunehmen. Diese Kapazität, Information zu interpretieren, hängt von unseren speziellen kognitiven Prozessen und von vorhergehendem Wissen ab. Die visuelle Wahrnehmung kann als Fähigkeit definiert werden, die Information, die über die Augen empfangen wird, zu interpretieren. Das Ergebnis der Interpretation der Information, die unser Gehirn empfängt, ist das was wir visuelle Wahrnehmung, Sehfähigkeit oder Sehen nennen. Die visuelle Wahrnehmung ist ein Prozess, der mit den Augen beginnt:

  • Photorezeption: Die Lichtstrahlen erreichen unsere Pupillen und aktivieren die Rezeptorzellen auf der Netzhaut.
  • Übertragung und grundlegende Verarbeitung: Die Signale, die von diesen Zellen produziert werden, werden über den Sehnerv in das Gehirn geleitet. Zuerst werden sie an die Sehnervenkreuzung übermittelt (Kreuzungsstelle der Sehbahn, wo die vom rechten Sichtfeld erhaltene Information an die linke Gehirnhälfte und die von der linken Seite erhaltene Information an die rechte Hemisphäre weitergeleitet wird), danach werden sie an das Corpus geniculatum laterale des Thalamus übertragen.
  • Letztendlich gelangt die von den Augen aufgenommene Information in die Sehrinde im Occipitallappen.

Eigenschaften, die bei der visuellen Wahrnehmung eine Rolle spielen

Um sich eine Idee über die Komplexität der kognitiven Funktion zu machen, kann man versuchen über sein Gehirn nachzudenken, während man sich einen Fußball ansiehst. Welche Faktoren sollten dabei identifiziert werden?

  • Licht und Kontraste: Man kann die Linien sehen, die mehr oder weniger beleuchtet werden. Dadurch hat man einen Parameter, der anders ist als die anderen Objekte, die sich rundherum oder dahinter befinden.
  • Größe: Es handelt sich um ein rundes Objekt mit einem Umfang von rund 66 cm.
  • Form: Er ist rund.
  • Position Er befindet sich in einer Distanz von rund 3 m, auf deiner rechten Seite. Man könnte ihn einfach berühren.
  • Farbe: Er ist weiß mit schwarzen Fünfecken. Wenn das Licht plötzlich verschwinden würde, würden wir noch immer wissen, dass der Fußball weiß und schwarz ist.
  • Dimensionen: Er ist dreidimensional, was bedeutet, dass es sich um eine Kugel handelt.
  • Bewegung: Er bewegt sich jetzt nicht, ist jedoch sehr einfach zu bewegen.
  • Einheiten: Es ist ein Fußball zu sehen, der sich vom Grund abhebt.
  • Verwendung: Er wird zum Fußballspielen verwendet. Er wird mit dem Fuß gekickt.
  • Persönliche Beziehung zu diesem Objekt: : Er sieht so aus, wie der Fußball, den du für dein Training verwendest.
  • Name: Es ist ein Fußball. Dieser letzte Prozess nennt sich Benennung.

Wenn man nun denkt, dass das viele verschiedene Schritte waren, sollte man sich vorstellen, dass unser Gehirn diese Schritte kontinuierlich und mit größter Geschwindigkeit fast den ganzen Tag lang durchführt. Sobald man sich etwas anschaut, nimmt das Gehirn alle Informationen auf und erreicht damit, dass das Gesehene Sinn ergibt. Das Gehirn nimmt die Information nicht passiv wahr, es liefert gleichzeitig Informationen und hilft das Gesehene zu vervollständigen (das hilft einem zu wissen, dass ein Ball rund ist, auch wenn er auf dem Bild flach ist). Im Occipitallappen befinden sich verschiedene Bereiche, die sich auf jeden einzelnen der genannten Prozesse in den angrenzenden Lappen (Temporallappen und Parietallappen) spezialisiert haben. Im Allgemeinen erfordert eine gute Wahrnehmung, dass all diese Bereiche zusammenarbeiten.

Wenn du auf deinen Schreibtisch schaust, identifiziert dein Gehirn alles, was sich darauf befindet, mit einem Blick und ermöglicht dir so, schnell zu antworten. Wenn du das weißt, kannst du besser verstehen, wie wichtig es ist, über eine gute visuelle Wahrnehmungsfähigkeit zu verfügen und welche Rolle diese in deinem alltäglichen Leben spielt.

Beispiele für visuelle Wahrnehmung

  • Autofahren zählt zu den komplexesten täglichen Aufgaben und wird von vielen Menschen täglich ausgeübt. Dabei werden verschiedene komplizierte Prozesse benötigt, einer davon ist die visuelle Wahrnehmung. Wenn einer der Prozesse der visuellen Wahrnehmung fehlschlägt, kannst du dich selbst oder andere in Gefahr bringen. Deshalb ist es beispielsweise so wichtig, schnell herauszufinden, wie nahe sich zwei Autos sind, wie schnell sie fahren usw. Bei einer schwachen visuellen Wahrnehmungsfähigkeit ist dies nicht möglich.
  • Ein Kind profitiert im Unterricht sehr von einer gut entwickelten visuellen Wahrnehmung, denn dadurch kann es mitschreiben und den Stoff im Allgemeinen besser verstehen. Eine Abweichung oder Störung dieser Fähigkeit kann zu einer schwachen akademischen Leistungsfähigkeit führen.
  • In den visuellen Künsten, beispielsweise in der Malerei oder im Grafikdesign, ist die visuelle Wahrnehmung ebenfalls von größter Wichtigkeit. Wenn du einen Platz wahrheitsgetreue zeichnen möchtest, benötigst du deine visuelle Wahrnehmung, um die einzelnen Farben zu wählen und jede Linie richtig zu zeichnen.
  • Die visuelle Wahrnehmung ist bei allen Aktivitäten, die Supervision oder Pflege erfordern, grundlegend. Ein Sicherheitsbeauftragter mit einer schwachen visuellen Wahrnehmung wird nicht fähig sein, die Sicherheitskameras genau zu beobachten, deshalb kann er diesen Job nur mit Schwierigkeiten ausführen.
  • Wir verwenden unsere visuelle Wahrnehmungsfähigkeit selbstverständlich ununterbrochen.

Krankheiten und Störungen, die mit Problemen bei der visuellen Wahrnehmung assoziiert werden

Eine gestörte visuelle Wahrnehmung kann durch verschiedenste Probleme und Schwierigkeiten auf unterschiedlichen Ebenen verursacht werden.

Der komplette oder teilweise Verlust der Sehfähigkeit aufgrund einer Verletzung der Sinnesorgane führt zu signifikanten Wahrnehmungsstörungen (Blindheit). Dies kann auf eine Verletzung des Auges, des Sehnervs, der die Information vom Auge bis ins Gehirn weiterleitet (bei Glaukom) oder durch die Verletzung eines Gehirnbereichs, der für die Analyse der Information verwantwortlich ist, beispielsweise durch einen Schlaganfall oder einen Gehirnschaden, zurückzuführen sein.

Die Wahrnehmung ist kein einheitlicher Prozess, sie erfordert viele andere Prozesse und Mechanismen, was bedeutet, dass andere spezifische Störungen jeden der erwähnten Prozesse beeinträchtigen können. Diese Defizite werden visuelle Agnosie oder auch Seelenblindheit genannt. Visuelle Agnosie ist die Unfähigkeit, bekannte Gegenstände zu erkennen, auch wenn die Sehfähigkeit gegeben ist. Agnosie wird typischerweise in zwei Arten unterteilt: apperzeptive Agnosie, bei der die Betroffenen Einzelelemente wahrnehmen, diese jedoch nicht zu einem Gesamtgegenstand zusammensetzen können, und assoziative Agnosie, bei der die Patienten den Gesamtgegenstand erkennen, jedoch nicht wissen, um was es sich handelt. Es ist sehr schwierig, die Wahrnehmungserfahrung von Patienten mit dieser Störung zu verstehen, denn obwohl sie ein Objekt "sehen", haben sie das Gefühl, blind zu sein. Es gibt auch spezifischere Störungen, wie beispielsweise Akinetopsie, bei der keine Bewegungen gesehen werden, Achromatopsie, bei der Farben nicht erkannt werden können, Prosopagnosie oder Gesichtserkennungsschwäche, bei der die Betroffenen keine ihnen bekannten Gesichter erkennen, und beispielsweise Alexie oder die Unfähigkeit, Lesen zu lernen.

Abgesehen von Schwierigkeiten, welche die visuelle Wahrnehmung teilweise oder vollständig behindern, gibt es auch andere Störungen, die die erhaltene visuelle Information beeinträchtigen. Dabei kann es zur Verzerrung oder zur kompletten Eliminierung der visuellen Information kommen. Dies ist beispielsweise bei schizophrenen Halluzinationen und anderen Syndromen der Fall. Darüber hinaus gibt es auch andere Arten von visuellen Illusionen, die dazu führen, dass Betroffene ihre Sehfähigkeit verlieren, beispielsweise das Charles-Bonnet Syndrom. Bei diesem Syndrom verlieren die Patienten ihre Sehkraft und nachdem das Gehirn über einen langen Zeitraum keine visuelle Stimulation oder Aktivität erhält, beginnt es, falsch zu arbeiten. Es kommt zu Halluzinationen und visuellen Täuschungen, wobei beispielsweise geometrische Figuren oder Menschen gesehen werden. Im Gegensatz zu schizophrenen Halluzinationen wissen die Betroffenen jedoch, dass diese Trugbilder nicht real sind.

Wie kann man die visuelle Wahrnehmung messen und bewerten?

Die visuelle Wahrnehmung ermöglicht eine unglaubliche Anzahl an Aktivitäten. Die Fähigkeit, mit der Umwelt zu kommunizieren, hängt direkt von der Qualität der visuellen Wahrnehmung ab. Deshalb ist die Bewertung und das Wissen über die Entwicklung der visuellen Wahrnehmung in verschiedensten Bereiche des Lebens, beispielsweise Bildung, Medizin oder Berufsleben, so hilfreich. Im akademischen Umfeld ist es sehr wichtig zu wissen, welche Kinder Schwierigkeiten haben, Geschriebenes auf der Tafel zu sehen oder mitzuschreiben. Im Gesundheitswesen ist es sehr wichtig, das Niveau der visuellen Wahrnehmung zu kennen, um zu wissen, ob der Patient Anweisungen über Medikamente richtig lesen kann oder fähig ist, unabhängig zu leben oder nicht. Auch im Berufsleben spielt die visuelle Wahrnehmung eine wichtige Rolle, beispielsweise beim Lesen oder Arbeiten in möglicherweise gefährlichen Situationen. Es kann für einen Arbeitgeber wichtig sein zu wissen, welche Arbeiter keine schweren Geräte tragen sollten, oder wer bei spezifischen Besprechungen Hilfe benötigt.

Mit der kompletten neuropsychologischen Bewertung kannst du verschiedene kognitive Fähigkeiten, darunter auch die visuelle Wahrnehmung, präzise messen. Diese Bewertung baut auf dem klassischen NEPSY Test von Korkman, Kirk und Kemp (1998) auf. Damit kann ermittelt werden, wie gut der Nutzer beim Dekodieren und Entziffern verschiedener Elemente ist. Darüber hinaus werden kognitive Ressourcen gemessen, die der Nutzer benötigt, um die Aufgaben so gut wie möglich zu verstehen und auszuführen. Dabei wird nicht nur die visuelle Wahrnehmung, sondern auch die Benennungsfähigkeit, Reaktionszeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit bewertet.

  • Dekodierungstest VIPER-NAM: Bilder verschiedener Objekte erscheinen für einen kurzen Zeitraum auf dem Bildschirm und verschwinden dann wieder. Danach sind vier Buchstaben zu sehen, nur einer dieser Buchstaben stimmt mit dem Namen des Objektes überein. Der Nutzer muss die korrekte Antwort so schnell wie möglich finden.

Wie kann man die visuelle Wahrnehmung rehabilitieren oder verbessern?

Wie alle kognitiven Fähigkeiten kann auch die visuelle Wahrnehmung trainiert und verbessert werden. CogniFit stellt ein professionelles Werkzeug zur Verfügung, um dies möglich zu machen.

Die Rehabilitation der visuellen Wahrnehmung beruht auf der Wissenschaft der Neuroplastizität. CogniFit hat eine professionelle Aufgaben- und Testbatterie entwickelt, um Experten und Nutzern zu helfen, die visuelle Wahrnehmung und andere kognitive Funktionen zu rehabilitieren und zu verbessern. Das Gehirn und die neuronalen Verbindungen können wie ein Muskel durch Training und Übung gestärkt werden. Deshalb ist es möglich, die visuelle Wahrnehmung durch das regelmäßige Training der entsprechenden neuronalen Verbindungen zu verbessern. Sobald sich die visuelle Wahrnehmung verbessert, kann die von den Augen aufgenommene Informationen schneller und effizienter an das Gehirn übermittelt werden.

CogniFit wurde von einem Expertenteam auf dem Gebiet der Neurogenese und der synaptischen Plastizität gegründet, das ein personalisiertes kognitives Stimulationsprogramm entwickelt hat. Dieses passt sich an die jeweiligen Bedürfnisse jedes Nutzers an. Das Programm beginnt mit der Bewertung der visuellen und der auditiven Wahrnehmung sowie anderer grundlegender kognitiver Funktionen. Anhand der Resultate wird dann für jeden Nutzer ein personalisiertes Trainingsprogramm erstellt. Das Programm sammelt während der kognitiven Bewertung automatisch Daten, mit denen über komplexe Algorithmen ein Programm erstellt wird, das insbesondere kognitive Schwächen, jedoch auch andere kognitive Funktionen trainiert.

Der Schlüssel für ein erfolgreiches Gehirntraining ist das regelmäßige Üben durch herausfordernde Aufgaben. CogniFit hat Bewertungsinstrumente sowie Rehabilitationsprogramme entwickelt, um diese kognitive Funktion zu optimieren. Das Programm erfordert nur 15 Minuten an zwei bis drei Wochentagen.

Das Bewertungs- und Stimulationsprogramm von CogniFit steht online zur Verfügung und kann an den meisten Computern und Mobilgeräten verwendet werden. Dieses Programm umfasst unterhaltsame interaktive Gehirnspiele. Nach jeder Trainingssitzung erhält der Nutzer automatisch eine detaillierte Grafik mit den kognitiven Fortschritten, die erzielt wurden.

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